Arbeitsmarkt Schweiz 2025: Was Experten Wirklich Überrascht

Der Arbeitsmarkt Schweiz zeigt im April 2025 überraschende Entwicklungen. Die Arbeitslosenzahl ist um 2.468 Personen (-1,9%) auf 130.101 gesunken, während sie im Jahresvergleich jedoch um 21,6% gestiegen ist. Wir beobachten dabei eine interessante Dynamik: Trotz dieser gemischten Signale senkte sich die Arbeitslosenquote auf 2,8%, was viele Experten nicht erwartet hatten.

Besonders bemerkenswert für die Wirtschaft Schweiz ist die Prognose der OECD, die ihre Wachstumsvorhersage für 2025 von 1,4% auf 1,5% angehoben hat. Dies geschieht in einem Umfeld, wo die Anzahl der meldepflichtigen Stellenkategorien deutlich zurückgegangen ist – von 287.671 im Jahr 2023 auf nur noch 178.026 im Jahr 2024. Der Schweizer Tourismussektor verzeichnete 2024 zudem einen Rekord von 47 Millionen Übernachtungen, was einem Anstieg von 14% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese widersprüchlichen Indikatoren machen den Arbeitsmarkt Schweiz 2025 zu einem faszinierenden Studienobjekt.

Was sich 2025 am Schweizer Arbeitsmarkt verändert hat

Die Schweizer Wirtschaft durchläuft seit Anfang 2025 bemerkenswerte Veränderungen. Während die Einführung bereits die aktuelle Situation beleuchtet hat, werfen wir nun einen tieferen Blick auf die Entwicklungen der letzten Monate.

Rückblick auf 2024 und neue Dynamiken

Das Jahr 2024 markierte einen Wendepunkt für den Arbeitsmarkt Schweiz. Nach Jahren historisch niedriger Arbeitslosigkeit verzeichnete die Schweiz eine konjunkturelle Verlangsamung, die zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen führte. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 2,4%, was einer Zunahme um 0,4 Prozentpunkte gegenüber 2023 entspricht. Diese Entwicklung spiegelt die abgeschwächte Konjunktur in wichtigen europäischen Absatzmärkten wider.

Besonders auffällig war der deutliche Rückgang der gemeldeten Stellen im Rahmen der Stellenmeldepflicht. Während 2023 noch 287.671 meldepflichtige Stellen gemeldet wurden, waren es 2024 nur noch 178.026. Dennoch zeichnet sich für 2025 bereits eine Trendwende ab: Die Anzahl der Berufsarten, die der Stellenmeldepflicht unterstellt sind, steigt wieder an. Schätzungen zufolge werden 2025 etwa 6,5% der Erwerbstätigen in meldepflichtigen Berufsarten arbeiten, darunter neu auch Führungskräfte in Vertrieb und Marketing (45.180 Erwerbstätige) sowie Servicehilfskräfte in Restaurants (33.497 Erwerbstätige).

Veränderte Arbeitslosenquote und Beschäftigungszahlen

Die ersten Monate des Jahres 2025 zeigten eine dynamische Entwicklung. Die Arbeitslosenzahlen verzeichneten zunächst einen leichten Anstieg im Januar (+4,2% auf 135.773 Personen), gefolgt von leichten Rückgängen in den Folgemonaten. Im April 2025 sank die Zahl der Arbeitslosen um weitere 2.468 Personen (-1,9%) auf 130.101, wobei die Arbeitslosenquote auf 2,8% zurückging. Allerdings liegt die Arbeitslosigkeit immer noch deutlich über dem Vorjahresniveau (+21,6%).

Gleichzeitig entwickelte sich die Gesamtbeschäftigung positiv: Im ersten Quartal 2025 stieg sie (ohne Landwirtschaft) im Jahresvergleich um 0,6% und zum Vorquartal saisonbereinigt um 0,2%. Dies zeigt, dass der Schweizer Arbeitsmarkt trotz wirtschaftlicher Herausforderungen weiterhin Stellen schafft.

Interessanterweise meldeten Unternehmen im gleichen Zeitraum 16,4% weniger offene Stellen als noch ein Jahr zuvor. Dies deutet darauf hin, dass die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachpersonen abgenommen haben. Besonders ermutigend ist der Beschäftigungsabsichten-Index für das zweite Quartal 2025, der saisonbereinigt bei 26 Prozentpunkten liegt und damit im optimistischen Bereich.

Die KOF prognostiziert für das Gesamtjahr 2025 ein solides Stellenwachstum von 1% (0,9% in Vollzeitäquivalenten) – ein Wert, der zwar leicht unter dem langfristigen Mittelwert liegt, aber auf einen stabilen Arbeitsmarkt hindeutet. Für die Erwerbstätigenzahl wird sogar ein Wachstum von 1,3% erwartet.

Regionale Unterschiede in der Arbeitsmarktlage

Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigt 2025 ausgeprägte regionale Unterschiede. Die kantonalen Arbeitslosenquoten im Januar 2025 verdeutlichen dies: Während die gesamtschweizerische Quote bei 3,0% lag, verzeichnete Zürich 2,6%, Bern 2,1% und Luzern 2,0%. Besonders auffällig sind die unterschiedlichen Entwicklungen im Jahresvergleich: In Luzern stieg die Arbeitslosigkeit um 32,0%, in Zürich um 23,6% und in Bern um 20,8%.

Auch bei den Stellenangeboten zeigen sich klare regionale Unterschiede. Nach einem deutlichen Rückgang Ende 2024 wies der Stellenmarkt im ersten Quartal 2025 Anzeichen einer Erholung auf mit einem Anstieg von 2% zum Vorquartal – allerdings liegt das Niveau noch immer 9% unter dem von Q1 2024. Bei den Jobinseraten verzeichnete Zürich den stärksten Rückgang (-15%), gefolgt von der Region Mittelland (-14%). Deutlich weniger betroffen waren die Ost- und Südwestschweiz mit Rückgängen von nur 2% bis 3%.

Trotz dieser gemischten Signale gibt es auch positive Entwicklungen: Der Stellenmarkt in Kantonen wie Aargau, St. Gallen, Luzern und Thurgau bietet zahlreiche Möglichkeiten, besonders in Branchen wie Bau und Industrie. Zudem bleiben MINT-Berufe sowie Stellen im Gesundheitswesen weiterhin stark gefragt – insbesondere auf Einstiegsstufe. Der anhaltende Fachkräftemangel in Schlüsselbereichen wie IT, Ingenieurwesen und Pflege treibt die Nachfrage zusätzlich an und sorgt dafür, dass trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin Stellen geschaffen werden.

Fachkräftemangel als Treiber für neue Arbeitsmodelle

Der anhaltende Fachkräftemangel in der Schweiz hat 2025 zu grundlegenden Veränderungen der Arbeitsmodelle geführt. Mit dem demografischen Wandel und den geburtenstarken Babyboomern im Rentenalter wird dieser Mangel in den kommenden Jahren noch zunehmen. Schätzungen zufolge fehlen bis 2025 schweizweit 365.000 Fachkräfte.

Temporäre Beschäftigung als neue Norm

Die Temporärarbeit hat sich seit den 1990er-Jahren mehr als verfünffacht. Heute arbeiten rund 360.000 Menschen in der Schweiz temporär – quer durch alle Branchen. Andere Quellen sprechen sogar von über 380.000 Beschäftigten auf befristeter Basis. Die stetige Zunahme dieser Arbeitsform hat einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) notwendig gemacht, der vom Bundesrat für allgemeinverbindlich erklärt wurde. Dieser regelt Mindestlöhne, Arbeitszeiten, Ferien und Feiertage für alle Temporärarbeitenden.

Entgegen gängiger Vorurteile verdienen Temporärarbeitende gleich viel wie ihre direkt angestellten Kolleginnen und Kollegen, wenn man Alter, Erfahrung und Funktion berücksichtigt. Ausserdem müssen sie weniger Überstunden leisten und werden im Durchschnitt öfter finanziell dafür entschädigt. Besonders hervorzuheben ist auch der Weiterbildungsfonds “temptraining”, durch den bisher über 43 Millionen Franken in die berufliche Zukunft von mehr als 26.000 Temporärarbeitenden investiert wurden.

Flexworker und ihre wachsende Bedeutlung

Rund ein Viertel bzw. 1,3 Millionen der Erwerbstätigen in der Schweiz sind inzwischen als Flexworker tätig. Der Verband Swissstaffing definiert sie als “Menschen, die flexibel arbeiten möchten – sei es, weil sie dank Flexibilität den Weg zurück in die Erwerbstätigkeit suchen oder weil es ihrer Lebensphilosophie entspricht”.

Die Zahlen aus dem Jahr 2020 sind beeindruckend: 46 Prozent aller Erwerbstätigen teilten sich die Arbeitszeit flexibel ein, 34 Prozent arbeiteten von zu Hause aus und 23 Prozent hatten flexible Arbeitsverträge. Diese Flexworker verteilen sich auf verschiedene Sektoren: 58% sind im Dienstleistungssektor aktiv, 26% in der Industrie, 15% im Baugewerbe und 1% in Land- und Forstwirtschaft.

Besonders beliebt ist diese Arbeitsform bei jüngeren Menschen – etwa die Hälfte aller Temporärarbeitenden sind zwischen 25 und 39 Jahre alt, während die Altersgruppe der 40- bis 45-Jährigen fast 30 Prozent ausmacht. Bemerkenswert ist auch das Bildungsniveau: 44 Prozent verfügen über einen höheren Schulabschluss, und mehr als die Hälfte aller Temporärarbeitenden sind qualifizierte Fachkräfte.

Warum Unternehmen auf externe Spezialisten setzen

In Zeiten des Fachkräftemangels bieten temporäre Arbeitskräfte und externe Spezialisten für Unternehmen entscheidende Vorteile:

  • Überbrückung von Auftragsspitzen und längeren Absenzen (Krankheit, Elternurlaub)
  • Zugang zu spezialisiertem Know-how für zeitlich begrenzte Projekte
  • Erhöhte Agilität und Wettbewerbsfähigkeit
  • Neutrale, unabhängige Fachpersonen ohne Interessenskonflikte
  • Flexibilität bezüglich Art und Dauer des Einsatzes

Angesichts des verschärften Wettbewerbs um qualifizierte Mitarbeiter setzen viele Unternehmen auf Flexibilisierung statt Lohnerhöhungen. “Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sind Investitionen in Aus- und Weiterbildung sowie eine gezielte Anwerbung von Talenten aus dem In- und Ausland erforderlich”.

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wird die Möglichkeit, Arbeitsort und -zeit flexibel zu gestalten, zunehmend zum entscheidenden Faktor bei der Arbeitgeberwahl. Besonders in Branchen mit ausgeprägtem Fachkräftemangel – wie IT, Pharma oder Gesundheitswesen – können hybride Arbeitsformen ein attraktives Argument im Recruiting sein.

Die Temporärbranche fungiert dabei als “Spiegelbild des Arbeitsmarkts”. Konjunktureinflüsse, Fachkräftemangel und neue Trends – die Temporärbüros spüren solche Entwicklungen in der Regel als Erste und tragen durch ihre Flexibilität und Fachkompetenz wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft bei.

Branchen mit überraschender Entwicklung

Während 2025 einige Wirtschaftssektoren in der Schweiz mit Herausforderungen kämpfen, entwickeln sich bestimmte Branchen anders als erwartet. Diese überraschenden Entwicklungen zeigen die besondere Widerstandsfähigkeit einzelner Sektoren gegenüber wirtschaftlichen Unsicherheiten.

IT und Pharma: Nachfrage trotz Konjunktursorgen

Die Pharmaindustrie ist zur grössten Industriebranche der Schweiz aufgestiegen und weist eine bemerkenswerte Resilienz auf. Seit 2000 wuchs ihr Anteil an der Wertschöpfung von 2,3% auf 4,8% im Jahr 2020. Das jährliche nominale Wachstum betrug durchschnittlich 5,9%, während das preisbereinigte Wachstum sogar bei beeindruckenden 9,8% lag. Beachtlich ist zudem, dass pharmazeutische Produkte inzwischen über ein Drittel der Schweizer Warenexporte ausmachen – rund 36% gegenüber 11% im Jahr 2000.

Allerdings erlebt die IT-Branche, entgegen aller Erwartungen, einen signifikanten Nachfragerückgang. Die Hochschulberufe Informatik verzeichneten im ersten Halbjahr 2023 einen Rückgang der ausgeschriebenen Stelleninserate um 20%. Besonders betroffen waren Entwickler:innen und Analytiker:innen von Software und Anwendungen. Dies ist umso bemerkenswerter, da die IT-Branche zuvor einen regelrechten Boom erlebte.

Tourismus: Unerwartete Erholung durch US-Gäste

Trotz Inflation, schwachem Dollar und globaler Unsicherheit besuchen US-Gäste weiterhin zahlreich die Schweiz. Nach einem Rekordhoch im Jahr 2024 zeigen sich auch Anfang 2025 zweistellige Wachstumsraten. Im Januar bescherten US-Touristen der Schweizer Hotellerie knapp 155.000 Übernachtungen – 10% mehr als im Januar 2022 und 15% mehr als im Januar 2020.

Hinter dieser anhaltenden Reiselust steckt ein interessantes Phänomen: Für amerikanische Gäste können Winterferien in der Schweiz mitunter günstiger ausfallen als in den Rocky Mountains. Während eine Tageskarte in Zermatt 83 Franken kostet, verlangt das Alta Ski Resort in Utah umgerechnet 149 Franken und Vail Resorts in Colorado sogar 262 Franken. Zudem bieten Fluggesellschaften wie Delta Airlines regelmässige Verbindungen von New York nach Zürich für unter 800 Dollar an.

Maschinenbau und Uhren: Rückgänge trotz Innovation

Die Schweizer Uhrenindustrie durchlebt aktuell eine schwierige Phase. Nach der Pandemie wuchs der Umsatz innerhalb von zwei Jahren um 40%, brach jedoch im letzten Jahr um ein Viertel ein. Im März 2024 gingen die Uhrenexporte erstmals seit Jahren im Vergleich zum Vorjahr zurück, für das Gesamtjahr 2024 wird ein Rückgang von fünf Prozent erwartet.

Besonders stark leiden die Zulieferer und der Kanton Jura, wo die Arbeitslosenrate im Januar mit fünf Prozent die höchste der Schweiz war. Mehr als jede zehnte Arbeitsstelle im Kanton Jura ist mit dem schwankenden Uhrensektor verknüpft. Hauptverantwortlich für den Niedergang ist die schwankende Nachfrage in China, wo die Exporte um 25,4% zurückgingen.

Dennoch bleibt die Branche optimistisch: “Das Geschäft mit den Uhren ist ein Marathon. Und nun befinden wir uns auf einer schwierigen Strecke, auf der wir durchhalten müssen,” erklärt Philippe Peverelli, langjähriger Manager und heute Verwaltungsrat in der Uhrenbranche. Die Schweiz hat bei mechanischen Uhren weiterhin ein “Monopol des Herzens am Handgelenk”.

Politische und wirtschaftliche Massnahmen im Fokus

Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen hat die Schweizer Regierung mehrere wichtige Massnahmen ergriffen, um den Arbeitsmarkt zu stützen. Diese politischen Eingriffe spielen eine entscheidende Rolle für die Stabilität des Arbeitsmarkts Schweiz.

Verlängerung der Kurzarbeitsentschädigung

Aufgrund der anhaltend schwachen Konjunkturentwicklung hat der Bundesrat beschlossen, die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von zwölf auf achtzehn Monate zu verlängern. Diese Verlängerung gilt ab dem 1. August 2025 bis Ende Juli 2026. Bereits im Vorjahr hatte der Bundesrat eine ähnliche Massnahme beschlossen, die nun fortgesetzt wird. Die Verlängerung ist besonders wichtig für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie die Uhrenbranche, die von den konjunkturellen Schwierigkeiten am stärksten betroffen sind.

Die Arbeitslosenversicherung deckt damit über einen längeren Zeitraum einen Teil der Lohnkosten, was Entlassungen verhindern soll. Beim Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung liefen bereits seit Februar 2025 die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten.

Stellenmeldepflicht: Neue Berufsgruppen betroffen

Die Liste der meldepflichtigen Berufsarten wird jährlich aktualisiert und basiert auf einer Arbeitslosenquote von mindestens 5 Prozent. Im Jahr 2025 ist die Anzahl der betroffenen Berufsgruppen deutlich gestiegen – während 2024 etwa 3,2 Prozent der Erwerbstätigen in meldepflichtigen Berufsarten arbeiteten, steigt dieser Anteil 2025 auf 6,5 Prozent.

Neu meldepflichtig sind unter anderem:

  • Führungskräfte in Vertrieb und Marketing (45.180 Erwerbstätige)
  • Servicehilfskräfte in Restaurants (33.497 Erwerbstätige)
  • Chefs oder Cheffes de Service

Die Berufsart mit den meisten Erwerbstätigen unter der Meldepflicht bleiben die Hilfsarbeiter im Baugewerbe mit 89.080 Personen.

Rolle von SECO und Bundesrat bei der Stabilisierung

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) spielt eine zentrale Rolle bei der Überwachung und Steuerung des Arbeitsmarktes. Es erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für die Arbeitsmarktpolitik und evaluiert regelmässig die Wirksamkeit der öffentlichen Stellenvermittlung. Der am 23. Mai 2025 veröffentlichte sechste Monitoringbericht zur Stellenmeldepflicht bestätigt die gesetzeskonforme und effiziente Umsetzung dieser Massnahme.

Zudem hat der Bundesrat am 28. Mai 2025 beschlossen, dass Personen mit Schutzstatus S, die seit mindestens drei Jahren in der Schweiz leben, bis Ende 2025 eine Erwerbstätigenquote von 50 Prozent erreichen sollen. Aktuell haben etwa 38 Prozent dieser Gruppe eine Arbeitsstelle.

Was Experten wie Roberto Laezza wirklich überrascht hat

Überraschende Erkenntnisse prägen den Schweizer Arbeitsmarkt im Frühjahr 2025. Branchenexperten wie Roberto Laezza, CEO von Planova Human Capital AG, zeigen sich von mehreren Entwicklungen verblüfft, die so nicht vorherzusehen waren.

Die hohe Zufriedenheit unter Flexkräften

Was mich besonders erstaunt, ist die aussergewöhnlich hohe Arbeitszufriedenheit bei Flexworkern. Studien belegen, dass gut zwei Drittel dieser Spezialisten ihre Arbeitsform bevorzugt Freunden oder Bekannten empfehlen würden. In Europa sind Selbstständige mit ihrem Beruf generell zufriedener als der Durchschnitt der Erwerbstätigen. Mehr dazu finden Sie hier:https://www.komalaeufer.de/die-schweizerische-jobvermittlung-planova-human-capital-ag-von-roberto-laezza/

Tatsächlich zeigen Erhebungen aus dem Jahr 2025, dass bei Personen, die flexible Arbeitszeiten nutzen können, die Zufriedenheit deutlich höher ausfällt. Überraschenderweise gilt dies besonders für Eltern, die Homeoffice als relevanten Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bewerten. Roberto Laezza bestätigt: “Die Erfahrung hat gezeigt, dass Mitarbeiter, die die Möglichkeit haben, von zu Hause aus zu arbeiten, zufriedener und oft auch produktiver sind”.

Die Akzeptanz temporärer Modelle durch Unternehmen

Bemerkenswert ist zudem die rasche Akzeptanz temporärer Arbeitsmodelle auf Unternehmensseite. Für 76% der Personalverantwortlichen spielen temporäre Mitarbeitende mittlerweile eine zentrale Rolle in der übergeordneten Personalstrategie. Ein Drittel der Betriebe präferiert nach einer Swissstaffing-Erhebung ohnehin temporäre Jobformen, um auf einen Pool flexibler Spezialisten zurückgreifen zu können.

Für 75% der Finanzvorstände sind Mitarbeitende auf Projektbasis, Freelancer und Temporärmitarbeitende inzwischen ein wichtiger Faktor bei der Personalplanung. Die Unternehmen bewerten dabei die Professionalität und Effizienz der hochqualifizierten Flexworker ausgesprochen positiv.

Die Rolle von Planova Human Capital im Wandel

Planova Human Capital, wo Roberto Laezza als CEO tätig ist, fungiert seit über 35 Jahren als wichtige Brücke zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Das Unternehmen hat sich als zentrale Drehscheibe bei Personalengpässen etabliert und bietet Lösungen für den seit den 90er Jahren bestehenden Fachkräftemangel.

Besonders gefragt sind Flex-Spezialisten in der IT-Branche, innerhalb der Pharmaindustrie oder im Rahmen des Gesundheitsbereichs. Aus Sicht des schweizerischen Personaldienstleisters trägt eine flexible, temporäre Organisation moderner Arbeitsplätze nachhaltig zur Steigerung der wirtschaftlichen Effektivität bei.

Schlussfolgerung

Die Schweizer Arbeitsmarktsituation 2025: Ein vielschichtiges Bild

Der Schweizer Arbeitsmarkt 2025 präsentiert sich als faszinierendes Paradoxon. Einerseits beobachten wir eine sinkende Arbeitslosenquote auf 2,8%, andererseits steigen die Jahresvergleichswerte um beachtliche 21,6%. Diese widersprüchlichen Signale machen deutlich, dass traditionelle Wirtschaftsindikatoren allein nicht mehr ausreichen, um die Komplexität des modernen Arbeitsmarktes zu erfassen.

Besonders bemerkenswert bleibt der anhaltende Fachkräftemangel, der als treibende Kraft hinter neuen Arbeitsmodellen steht. Tatsächlich hat sich die Zahl der Flexworker auf 1,3 Millionen Erwerbstätige erhöht, während rund 360.000 Menschen in der Temporärbranche tätig sind. Diese Entwicklung spiegelt den fundamentalen Wandel der Arbeitswelt wider.

Die branchenspezifischen Unterschiede fallen dabei deutlicher aus als erwartet. Während die Pharmaindustrie trotz globaler Unsicherheiten weiter wächst und ihren Anteil an der Wertschöpfung auf 4,8% steigern konnte, kämpft die IT-Branche überraschenderweise mit rückläufigen Stellenangeboten. Gleichzeitig erlebt der Tourismus dank US-Gästen eine unerwartete Erholung.

Angesichts dieser Herausforderungen hat der Bundesrat entsprechende Massnahmen ergriffen, darunter die Verlängerung der Kurzarbeitsentschädigung auf achtzehn Monate sowie die Ausweitung der Stellenmeldepflicht auf zusätzliche Berufsgruppen. Diese politischen Eingriffe tragen massgeblich zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes bei.

Letztendlich zeigt sich, dass flexible Arbeitsmodelle nicht nur aus der Not geboren wurden, sondern sich zu einem dauerhaften und geschätzten Bestandteil der Schweizer Arbeitswelt entwickelt haben. Die hohe Zufriedenheit unter Flexkräften sowie die wachsende Akzeptanz temporärer Modelle durch Unternehmen bestätigen diesen Trend eindrucksvoll.

Der Schweizer Arbeitsmarkt bleibt trotz aller Herausforderungen widerstandsfähig und anpassungsfähig. Diese Fähigkeit zur kontinuierlichen Transformation wird auch künftig entscheidend sein, um auf wirtschaftliche Schwankungen und strukturelle Veränderungen erfolgreich reagieren zu können.

FAQs

Q1. Wie entwickelt sich der Schweizer Arbeitsmarkt im Jahr 2025? Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigt 2025 ein gemischtes Bild: Die Arbeitslosenquote ist auf 2,8% gesunken, liegt aber im Jahresvergleich 21,6% höher. Die Gesamtbeschäftigung steigt leicht an, während gleichzeitig weniger offene Stellen gemeldet werden. Flexible Arbeitsmodelle und der Fachkräftemangel prägen weiterhin den Arbeitsmarkt.

Q2. Welche Branchen entwickeln sich 2025 überraschend? Überraschende Entwicklungen zeigen sich in mehreren Branchen: Die Pharmaindustrie wächst trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiter, während die IT-Branche einen unerwarteten Nachfragerückgang verzeichnet. Der Tourismus erlebt dank US-Gästen eine positive Entwicklung, die Uhrenindustrie hingegen kämpft mit Rückgängen.

Q3. Wie verändert der Fachkräftemangel die Arbeitsmodelle in der Schweiz? Der Fachkräftemangel treibt neue Arbeitsmodelle voran. Temporäre Beschäftigung und Flexwork gewinnen an Bedeutung, mit rund 360.000 Temporärarbeitenden und 1,3 Millionen Flexworkern. Unternehmen setzen verstärkt auf externe Spezialisten, um Auftragsspitzen zu bewältigen und Zugang zu spezialisiertem Know-how zu erhalten.

Q4. Welche politischen Massnahmen wurden zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes ergriffen? Der Bundesrat hat die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung auf 18 Monate verlängert. Zudem wurde die Stellenmeldepflicht auf neue Berufsgruppen ausgeweitet, sodass nun 6,5% der Erwerbstätigen in meldepflichtigen Berufsarten arbeiten. Diese Massnahmen zielen darauf ab, Entlassungen zu verhindern und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren.

Q5. Was überrascht Experten am meisten am Schweizer Arbeitsmarkt 2025? Experten wie Roberto Laezza sind besonders von der hohen Zufriedenheit unter Flexworkern überrascht. Zudem erstaunt die schnelle Akzeptanz temporärer Arbeitsmodelle durch Unternehmen. Die positive Bewertung dieser flexiblen Arbeitsformen sowohl von Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern war in diesem Ausmass nicht erwartet worden.